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Inhalt:

An diesem dunklen Nachmittag werde ich von einem schleichenden Unbehagen befallen, als ich auf dem Sofa sitze und auf den hoffnungslosen Truemerhaufen des Weihnachtsfestes sehe. Eigentlich ist es unmoeglich, dass es mir bisher entgangen ist, aber erst jetzt erkenne ich eine unwiderlegbare Tatsache: China macht sich hier breit.

China verstroemt ein blaues Gluehen vom DVD-Player und glitzert in den Lichtern und Glaskugeln des welkenden Weihnachtsbaums in der Ecke des Wohnzimmers. China juckt an meinen Fuessen mit einem Paar Ringelsocken. Es liegt in einer unordentlichen Reihe chinesischer Schuhe neben der Haustuer, beobachtet die Welt durch die gestickten Augen einer rothaarigen Puppe und unterhaelt den Hund mit einem chinesischen Gummispielzeug. China wirft einen gelben Lichtkranz von der Lampe auf dem Klavier....

Ploetzlich will ich China rausschmeissen.

 

Sara Bongiorni

Ein Jahr ohne "Made in China"            

Hardcover: WILEY-VCH Verlag 1. Auflage 2008

ISBN: 978-3-527-50350-6

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Der Titel hoerte sich fuer mich interessant an, da ich momentan in China lebe. Aber um es gleich zu gestehen, ich habe nach der Haelfte des Buches aufgehoert zu lesen.

Der Anfang ist vielversprechend, die Autorin stellt am Weihnachtstag fest das all ihre Geschenke in China produziert wurden und versucht daraufhin einen Boykott mit ihrer Familie zu organisieren. In diesem geht es darum, keine Waren mehr die in China hergestellt wurden zu kaufen, fuer ein Jahr.

Nun beginnt also die Odysee der Familie all die Produkte zu finden, die in Amerika oder einem anderen Land hergestellt wurden. Bis zur Mitte des Buches interessant, aber die Beschreibungen um die Suche fangen schnell an sich zu Wiederholen, was das Lesevergnuegen truebt, so dass eine gewisse Zaehigkeit beim lesen aufkommt.

Es geht immer wieder darum, wie verzweifelt Sara in ihrer Heimatstadt rumfaehrt um Waren zu finden die nicht in China prouziert werden. Wie sie gegen ihren Mann und Kinder kaempfen muss, die immer wieder versuchen den Boykott zu umgehen. Aber auch wie von ihr durch Ausnahmeregeln der Widerstand umgangen wird, z. B. durch Geschenke aus der Verwandschaft.

Es ist ganz nett darueber zu lesen, doch weiss man, dass nach Ablauf des Jahres wieder Waren aus China gekauft werden. Vielleicht etwas bewusster als vor dem Boykott, aber ganz ohne China geht es eben nicht.

Sandra, 13.12.2008

 
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